Noteneditionen

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Johann Nepomuk David

Gottesminnelieder der Schwester Mechthild von Magdeburg (1927)
für Frauenstimme, Querflöte (Altquerflöte), Viola, Viola da gamba
oder Orgel

Davids Gottesminnelieder entstanden auf Anregung seines Schülers Franz Illenberger (1907–1987), der ihm 1927 ein Insel-Bändchen mit Texten von Mechthild von Magdeburg (1212–ca. 1294) schenkte. Im gleichen Jahr komponierte David sechs Lieder auf Texte von Mechthild von Magdeburg, vier davon hat er 1936 und 1942 umgearbeitet. Die komplette Urfassung liegt nun erstmals in einer Notenausgabe vor. Ihr dreistimmiger Instrumentalsatz kann – wie bei der Uraufführung – mit Flöte bzw. Altflöte, Viola und Viola da gamba besetzt oder auf der Orgel wiedergegeben werden. – Damit Davids Notation ohne Angabe der wechselnden Taktarten beibehalten werden konnte, liegen dieser Ausgabe für die Melodieinstrumente statt Einzelstimmen drei Spielpartituren bei.

NB 4.001
Max Reger

Scherzo (1888/89), für großes Blockflötenensemble bearbeitet von Peter Thalheimer

Dieses wenig bekannte Jugendwerk Regers ist ursprünglich für Flöte, Streichquartett und Kontrabass bestimmt. Es ist lediglich in einer fehlerhaften Kopistenabschrift überliefert, sodass eine gründliche Revision des Notentextes vorgenommen werden musste. – Die Bearbeitung ist für eine große Blockflötenbesetzung mit Sopranino- bis Subbassblockflöten gedacht, in der die originale Dynamik durch Reduzierung bzw. Steigerung der Anzahl der Spieler erreicht werden kann.

NB 3.004
Johann Christoph Schmügel

Sonata F-Dur (um 1770) für 3 Altblockflöten,
herausgegeben von Peter Thalheimer

Johann Christoph Schmügel war Organist und Kantor in Lüneburg und Mölln. Seine musikalische Ausbildung erhielt er von seinem Vater, der Organist in Pritzier/Mecklenburg war, und von Georg Philipp Telemann in Hamburg. Johann Abraham Peter Schulz, sein Schüler in der Lüneburger Zeit, schrieb später, Schmügel sei sehr gewandt in allen Künsten des Satzes gewesen, aber, wie sein Lehrer Telemann, nicht Bachisch-correct. Mehr als von Johann Sebastian Bach ist Schmügels Satztechnik vom empfindsamen und vom galanten Stil beeinflusst. – Schmügels Trio steht ursprünglich in D-Dur und ist für drei Traverflöten bestimmt. Die Originalfassung erschien 2013 als Erstdruck in der NotaBene-Edition 1.008. Jetzt wird es in einer transponierten Fassung für Altblockflöten vorgelegt.

NB 3.003
Heinrich Kaspar Schmid

Quartett op. 107 (1939) für 4 Blockflöten, herausgegeben von Peter Thalheimer

Heinrich Kaspar Schmid studierte an der Akademie für Tonkunst München bei Ludwig Thuille. Von 1905 bis 1914 unterrichtete er an diesem Institut und kehrte nach dem Kriegsdienst 1919 als außerordentlicher Professor für Harmonielehre und Kontrapunkt dorthin zurück. Von 1921 an war er Direktor des Konservatoriums in Karlsruhe, ab 1924 leitete er die Augsburger Musikschule und entwickelte diese zu einem Konservatorium mit überregionalem Ruf. Als Komponist ist Schmid in der Tradition des „musikalischen Jugendstils“ verwurzelt. Sein Blockflötenquartett aus dem Jahr 1939 steht satztechnisch auf hohem Niveau und nützt die traditionellen Möglichkeiten der Blockflöte geschickt aus. Mit der CD Vergessen und wieder entdeckt: Die Blockflöte. Alte und Neue Musik 1926–1943, NotaBene 2.002, liegt Aufnahme vor, die mit zeitgenössischen Originalinstrumenten eingespielt wurde.

NB 3.002
Max Reger

Lyrisches Andante (1898) für großes Blockflötenensemble, bearbeitet von Peter Thalheimer.

Dieser Ausgabe der kleinen Gelegenheitskomposition liegen Regers Originalfassungen für Streicher bzw. Klavier zugrunde. Die Bearbeitung ist gedacht für eine große Besetzung mit Sopranino- bis Subbassblockflöten, in der die originale Dynamik durch Reduzierung bzw. Steigerung der Anzahl der Spieler erreicht werden kann.

NB 3.001
Friedrich Kuhlau

Trio g-Moll op. 13/2 (1814) für 3 Querflöten oder 2 Querflöten und Altquerflöte, herausgegeben von Peter Thalheimer

Die sieben Flötentrios von Friedrich Kuhlau gehören schon seit dem 19. Jahrhundert zur Standardliteratur der Flötenensembles. Für eine revidierte Neuausgabe wurde das musikalisch besonders interessante Opus 13 Nr. 2 in g-Moll ausgewählt. Der Partitur liegt außer den drei Einzelstimmen eine Version der Flöte III für Altquerflöte in G bei. Damit wird erstmals eine Empfehlung Theobald Boehms umgesetzt, der 1868 an Moritz Fürstenau geschrieben hat: Die Trios von Kuhlau lauten viel besser, wenn die 3te Stimme mit der g-Flöte geblasen wird.

NB 1.009
Johann Christoph Schmügel

Sonata D-Dur (um 1770) für 3 Querflöten, herausgegeben von Peter Thalheimer

Johann Christoph Schmügel war Organist und Kantor in Lüneburg und Mölln. Seine musikalische Ausbildung erhielt er von seinem Vater, der Organist in Pritzier/Mecklenburg war, und von Georg Philipp Telemann in Hamburg. Johann Abraham Peter Schulz, sein Schüler in der Lüneburger Zeit, schrieb später, Schmügel sei sehr gewandt in allen Künsten des Satzes gewesen, aber, wie sein Lehrer Telemann, nicht Bachisch-correct. Mehr als von Johann Sebastian Bach ist Schmügels Satztechnik vom empfindsamen und vom galanten Stil beeinflusst. Der kritisch-praktischen Ausgabe seines Flötentrios liegt eine autographe Partitur zugrunde.

NB 1.008
Luigi Pagani

Quartett op. 4 D-Dur (1874) für 3 Querflöten und Altquerflöte,
herausgegeben von Peter Thalheimer

Der italienische Flötist und Komponist Luigi Pagani hat unter anderen Flötenstücken dieses virtuose Flötenquartett hinterlassen. Es ist für Instrumente gedacht, die mit einem a-Fuß versehen sind. Für die vorliegende Ausgabe wurde deshalb der Notentext zwischen den vier Flötenstimmen so aufgeteilt, dass alle tiefen Partien von der vierten Stimme zu spielen sind. Diese wurde für Altflöte in G eingerichtet. Paganis Prinzip, die vier Flötenstimmen sehr gleichberechtigt zu führen, musste deshalb zugunsten einer Spielbarkeit des originalen Notentextes durchbrochen werden.

NB 1.007
Engelbert Aigner

Quartett Nr. 2 Es-Dur (1822) für 3 Querflöten und Altquerflöte (Flauto d’amore),
herausgegeben von Peter Thalheimer

Engelbert Aigner war Zeitgenosse von Franz Schubert. Er lebte als Kirchenmusiker und Ballettdirigent in Wien. Sein zweites Flötenquartett wird erstmals im Druck vorgelegt. Es besteht aus einem originellen und ungewöhnlichen Andante, einem kurzen Menuett und einem Thema mit Variationen. Das Klangbild dieses Quartetts wird von der Altquerflöte (original Flauto d’amore) und dem dichten Satz der Oberstimmen geprägt. Spieltechnisch stellt es nur mittlere Ansprüche.

NB 1.006
Sigismund von Neukomm

Notturno B-Dur (1803) für 2 Querflöten, Flauto d’amore (Altquerflöte oder Klarinette in B) und Klarinette in B (oder Bassquerflöte),
herausgegeben von Peter Thalheimer

Neukomm, ein Schüler von Joseph und Michael Haydn, komponierte 1803 ein Quartett für zwei oder drei Flöten und eine oder zwei Klarinetten, das sehr gut auch mit zwei Flöten, Alt- und Bassflöte gespielt werden kann. Musikalisch gehört es zum Bedeutendsten, was das 19. Jahrhundert an Musik für Flötenensemble hervorgebracht hat. Der Erstdruck von NotaBene basiert auf dem Autograph und umfasst Stimmen für Altflöte in G, für Bassflöte und für Klarinetten in B.

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