Noteneditionen

Seite: 1, 2
1 von 2 Seiten
Titel Beschreibung Artikelnr.
Charles Koechlin

Divertissement op. 91 (1923/24)
für 2 Querflöten und
Altquerflöte oder Klarinette

herausgegeben von Peter Thalheimer

Charles Koechlin (1867–1950) war Schüler von Jules Massenet und Gabriel Fauré, entwickelte aber einen sehr persönlichen Kompositionsstil, in den tonale, polytonale, modale und atonale Elemente einflossen. Sein „Divertissement“ op. 91 (1923/24) steht am Anfang einer Reihe bedeutender Flötenensemble-Kompositionen im Umfeld des impressionistischen Stils. Die Uraufführung spielte 1937 kein geringerer als Marcel Moyse, zusammen mit Roger Cortet und Clément Masson.

Der Erstdruck des Werkes, der 1939 erschienen ist, enthält zahlreiche Druckfehler und Ungenauigkeiten. Er ist seit Jahrzehnten vergriffen. Bei der jetzt vorliegenden Neuausgabe handelt es sich um einen gründlich revidierten Nachdruck mit ausführlichem Revisionsbericht. Das Vorwort enthält Ausführungen zur Entstehung und zur Besetzung des Werks. Die Empfehlung, ggf. die Altflöte durch eine Klarinette zu ersetzen, stammt vom Komponisten.

NB 1.017
Max Reger

Lyrisches Andante (1898)
für Querflöte, 2 Altquerflöten,
2 Bassquerflöten und
Kontrabassflöte

bearbeitet von Peter Thalheimer

Diese Transkription ist sehr genau an Regers Streicherfassung orientiert. Sie entstand 1996 für ein solistisches Querflötenensemble mit Flöte, Altflöte in G, Altflöte in F, 2 Bassflöten und Kontrabassflöte. Für die vorliegende Druckausgabe wurde sie für die Aufführung mit 2 Altflöten in G umgearbeitet. Dadurch ist sie auch für eine mehrfache Besetzung geeignet.

NB 1.016
Luigi Gianella

Two Favorite Airs
für 2 Querflöten
und Altquerflöte oder Oboe

herausgegeben von Peter Thalheimer

Luigi Gianella (vor 1778–1817) war Flötist an der Mailänder Scala und ein erfolgreicher Opernkomponist. Später war er Mitglied verschiedener Pariser Theaterorchester. Weil nach 1810 mehrere seiner Werke in London verlegt wurden, wird vermutet, dass er sich zeitweilig in England aufgehalten hat.

Die beiden „Favorite Airs“ entstanden um 1810 auf Anregung von Tebaldo Monzani (1762–1839), einem italienischen Flötisten, der als Flötenbauer und Verleger in London lebte. Ihnen liegen Melodien zugrunde, die damals als Volkslieder bekannt waren. Gianella komponierte die beiden Airs für Terzflöte in Es, Flöte in C und Bb Tenor Flute in As. Die Neuausgabe ist für 2 Flöten in C und Altflöte in G bestimmt. Als Ersatz für die Altflöte kommt eine Oboe in Betracht.

Die beiden Airs sind auf der CD „Von Piccolo bis Kontrabass – Die Familie der Querflöte“, NotaBene 2.004, auf Originalinstrumenten des 19. Jahrhunderts zu hören.

NB 1.015
Wolfgang Amadeus Mozart

Andante KV 616 (1791)
für 2 Querflöten, Altquerflöte
und Bassquerflöte oder Klarinette

bearbeitet von Peter Thalheimer

Von Wolfgang Amadeus Mozart sind drei Werke erhalten, die für mechanische Orgeln bestimmt sind. Sie entstanden in den beiden letzten Lebensjahren des Komponisten. Als drittes und kürzestes Stück vollendete Mozart das Andante für eine Walze in eine kleine Orgel in F-Dur KV 616 am 4. Mai 1791.

Eine Einrichtung des Andantes für Flötenensemble kommt dem Klang einer Orgel mit nur einem Register und dem Umfang f0–f3 sicher sehr nahe.

NB 1.013
Ludwig van Beethoven

Allegro – Scherzo – Allegro
für eine Spieluhr (1799)

für Querflöten-Ensemble
mit Kontrabass- oder Kontraaltflöte
oder Bassklarinette

bearbeitet von
Peter Thalheimer

Die drei Sätze entstanden wohl auf Bitten des „k.k. Kammerherrn Graf Deym“ für Walzen in mechanisch betriebenen kleinen Orgeln. Die vorliegende Fassung ist für eine Besetzung mit 3 Flöten, 3 Altflöten, 3 Bassflöten und 2 Kontrabass- bzw. Kontraaltflöten (oder/und Bassklarinette) gedacht. Als Ersatz für die Kontrabass- bzw. Kontraaltflöten und die Bassklarinette kommen notfalls auch andere Bassinstrumente wie Fagott oder Violoncello in Frage. Weil Beethovens Satz im Scherzo und im Allegro nicht so vielstimmig ist wie im Adagio assai, können die beiden schnellen Sätze auch in kleinerer Besetzung ohne Kontrabassflöte/Bassklarinette aufgeführt werden, z. B. mit 3 Flöten, 2–3 Altflöten und 2 Bassflöten.

NB 1.011
Johann Nepomuk David

Gottesminnelieder der Schwester Mechthild von Magdeburg (1927)
für Frauenstimme, Querflöte (Altquerflöte), Viola, Viola da gamba
oder Orgel

Davids Gottesminnelieder entstanden auf Anregung seines Schülers Franz Illenberger (1907–1987), der ihm 1927 ein Insel-Bändchen mit Texten von Mechthild von Magdeburg (1212–ca. 1294) schenkte. Im gleichen Jahr komponierte David sechs Lieder auf Texte von Mechthild von Magdeburg, vier davon hat er 1936 und 1942 umgearbeitet. Die komplette Urfassung liegt nun erstmals in einer Notenausgabe vor. Ihr dreistimmiger Instrumentalsatz kann – wie bei der Uraufführung – mit Flöte bzw. Altflöte, Viola und Viola da gamba besetzt oder auf der Orgel wiedergegeben werden. – Damit Davids Notation ohne Angabe der wechselnden Taktarten beibehalten werden konnte, liegen dieser Ausgabe für die Melodieinstrumente statt Einzelstimmen drei Spielpartituren bei.

NB 4.001
Max Reger

Scherzo (1888/89), für großes Blockflötenensemble bearbeitet von Peter Thalheimer

Dieses wenig bekannte Jugendwerk Regers ist ursprünglich für Flöte, Streichquartett und Kontrabass bestimmt. Es ist lediglich in einer fehlerhaften Kopistenabschrift überliefert, sodass eine gründliche Revision des Notentextes vorgenommen werden musste. – Die Bearbeitung ist für eine große Blockflötenbesetzung mit Sopranino- bis Subbassblockflöten gedacht, in der die originale Dynamik durch Reduzierung bzw. Steigerung der Anzahl der Spieler erreicht werden kann.

NB 3.004
Johann Christoph Schmügel

Sonata F-Dur (um 1770) für 3 Altblockflöten,
herausgegeben von Peter Thalheimer

Johann Christoph Schmügel war Organist und Kantor in Lüneburg und Mölln. Seine musikalische Ausbildung erhielt er von seinem Vater, der Organist in Pritzier/Mecklenburg war, und von Georg Philipp Telemann in Hamburg. Johann Abraham Peter Schulz, sein Schüler in der Lüneburger Zeit, schrieb später, Schmügel sei sehr gewandt in allen Künsten des Satzes gewesen, aber, wie sein Lehrer Telemann, nicht Bachisch-correct. Mehr als von Johann Sebastian Bach ist Schmügels Satztechnik vom empfindsamen und vom galanten Stil beeinflusst. – Schmügels Trio steht ursprünglich in D-Dur und ist für drei Traverflöten bestimmt. Die Originalfassung erschien 2013 als Erstdruck in der NotaBene-Edition 1.008. Jetzt wird es in einer transponierten Fassung für Altblockflöten vorgelegt.

NB 3.003
Heinrich Kaspar Schmid

Quartett op. 107 (1939) für 4 Blockflöten, herausgegeben von Peter Thalheimer

Heinrich Kaspar Schmid studierte an der Akademie für Tonkunst München bei Ludwig Thuille. Von 1905 bis 1914 unterrichtete er an diesem Institut und kehrte nach dem Kriegsdienst 1919 als außerordentlicher Professor für Harmonielehre und Kontrapunkt dorthin zurück. Von 1921 an war er Direktor des Konservatoriums in Karlsruhe, ab 1924 leitete er die Augsburger Musikschule und entwickelte diese zu einem Konservatorium mit überregionalem Ruf. Als Komponist ist Schmid in der Tradition des „musikalischen Jugendstils“ verwurzelt. Sein Blockflötenquartett aus dem Jahr 1939 steht satztechnisch auf hohem Niveau und nützt die traditionellen Möglichkeiten der Blockflöte geschickt aus. Mit der CD Vergessen und wieder entdeckt: Die Blockflöte. Alte und Neue Musik 1926–1943, NotaBene 2.002, liegt Aufnahme vor, die mit zeitgenössischen Originalinstrumenten eingespielt wurde.

NB 3.002
Friedrich Kuhlau

Trio g-Moll op. 13/2 (1814) für 3 Querflöten oder 2 Querflöten und Altquerflöte, herausgegeben von Peter Thalheimer

Die sieben Flötentrios von Friedrich Kuhlau gehören schon seit dem 19. Jahrhundert zur Standardliteratur der Flötenensembles. Für eine revidierte Neuausgabe wurde das musikalisch besonders interessante Opus 13 Nr. 2 in g-Moll ausgewählt. Der Partitur liegt außer den drei Einzelstimmen eine Version der Flöte III für Altquerflöte in G bei. Damit wird erstmals eine Empfehlung Theobald Boehms umgesetzt, der 1868 an Moritz Fürstenau geschrieben hat: Die Trios von Kuhlau lauten viel besser, wenn die 3te Stimme mit der g-Flöte geblasen wird.

NB 1.009
Seite: 1, 2
1 von 2 Seiten