Noteneditionen

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Titel Beschreibung Artikelnr.
Gabriel Fauré

La Chanson d’Ève (1906–1910) op. 95, Transkription für Sopran (oder
Klarinette in A) und Streichquartett von Otfrid Nies (2012)

Dieser Zyklus wurde von Gabriel Fauré für Singstimme und Klavier bestimmt. In der Transkription von Otfrid Nies blieb der Gesangspart unangetastet. Jedoch waren verschiedene Umgestaltungen des Klavierparts notwendig, um einen geschmeidigen und streicherspezifischen Satz zu erreichen. Darüberhinaus ließen sich aus dem Material solcher Begleitfiguren zusätzliche und eigenständige Stimmenverläufe gewinnen, durch die der polyphone Aspekt der Komposition erweitert wurde. – Für den Gesangspart wurde eine Alternativfassung für Klarinette (in A) erstellt. Die Beibehaltung der textbedingten Tonrepetitionen der Gesangsstimme erschien für die rein instrumentale Fassung mit Klarinette nicht sinnvoll; daher wurden solche Repetitionen an vielen Stellen zu längeren Notenwerten zusammengefasst.

NB 4.004
Gabriel Fauré

Chanson de Mélisande (1898), Transkription für Sopran (oder
Klarinette in A) und Streichquartett von Otfrid Nies (2011)

Diese Chanson wurde von Gabriel Fauré für Singstimme und Klavier bestimmt. In der Transkription von Otfrid Nies blieb der Gesangspart unangetastet. Jedoch waren verschiedene Umgestaltungen des Klavierparts notwendig, um einen geschmeidigen und streicherspezifischen Satz zu erreichen. Darüberhinaus ließen sich aus dem Material solcher Begleitfiguren zusätzliche und eigenständige Stimmenverläufe gewinnen, durch die der polyphone Aspekt der Komposition erweitert wurde. – Für den Gesangspart wurde eine Alternativfassung für Klarinette (in A) erstellt. Die Beibehaltung der textbedingten Tonrepetitionen der Gesangsstimme erschien für die rein instrumentale Fassung mit Klarinette nicht sinnvoll; daher wurden solche Repetitionen an vielen Stellen zu längeren Notenwerten zusammengefasst.

NB 4.003
Fanny Hensel

Fünf Lieder op. 10 (1841/1846/1847), Transkription für Sopran und
Streichquartett von Otfrid Nies (2013).

Diese Lieder sind original für Singstimme und Klavier bestimmt. Die Transkription von Otfrid Nies lässt den Gesangspart unangetastet. Ebenso bleibt die Harmonik des Originals unverändert. Der Klaviersatz wurde jedoch geschickt in streicherspezifische Figuren übertragen. Dabei wurde die Parallelführung von Singstimme und Klavier, die in einer Übertragung für Streicher klanglich unbefriedigend wäre, weitgehend vermieden. An ihre Stelle treten Nebenstimmen, die aus Begleitfiguren und unter Beachtung der vorgegebenen Harmonik gewonnen wurden und so den Streichersatz bereichern. – Die Uraufführung der Transkription fand am 28. November 2013 in Kassel statt.

NB 4.002
Wolfgang Amadeus Mozart

Quintett-Serenade c-Moll KV 406/388
für Querflöte, 2 Altquerflöten, Bassquerflöte
und Kontrabassflöte (Fagott)

bearbeitet von Eva Praetorius

Wolfgang Amadeus Mozart schrieb 1782 die Bläserserenade c-Moll KV 388, 1786/87 arbeitete er diese zum Streichquintett KV 406 um. Ausgehend von der Quintettfassung, ist der Notentext fast unverändert mit Flöte, 2 Altflöten, Bassflöte und Kontrabassflöte spielbar.

Dieser Bearbeitung für Querflötenensemble liegen die Autographe der beiden Fassungen zugrunde. Die so entstandene Quintett-Serenade kann von einem mehrfach besetzten Flötenorchester oder solistisch wiedergegeben werden.

NB 1.018
Charles Koechlin

Divertissement op. 91 (1923/24)
für 2 Querflöten und
Altquerflöte oder Klarinette

herausgegeben von Peter Thalheimer

Charles Koechlin (1867–1950) war Schüler von Jules Massenet und Gabriel Fauré, entwickelte aber einen sehr persönlichen Kompositionsstil, in den tonale, polytonale, modale und atonale Elemente einflossen. Sein „Divertissement“ op. 91 (1923/24) steht am Anfang einer Reihe bedeutender Flötenensemble-Kompositionen im Umfeld des impressionistischen Stils. Die Uraufführung spielte 1937 kein geringerer als Marcel Moyse, zusammen mit Roger Cortet und Clément Masson.

Der Erstdruck des Werkes, der 1939 erschienen ist, enthält zahlreiche Druckfehler und Ungenauigkeiten. Er ist seit Jahrzehnten vergriffen. Bei der jetzt vorliegenden Neuausgabe handelt es sich um einen gründlich revidierten Nachdruck mit ausführlichem Revisionsbericht. Das Vorwort enthält Ausführungen zur Entstehung und zur Besetzung des Werks. Die Empfehlung, ggf. die Altflöte durch eine Klarinette zu ersetzen, stammt vom Komponisten.

NB 1.017
Max Reger

Lyrisches Andante (1898)
für Querflöte, 2 Altquerflöten,
2 Bassquerflöten und
Kontrabassflöte

bearbeitet von Peter Thalheimer

Diese Transkription ist sehr genau an Regers Streicherfassung orientiert. Sie entstand 1996 für ein solistisches Querflötenensemble mit Flöte, Altflöte in G, Altflöte in F, 2 Bassflöten und Kontrabassflöte. Für die vorliegende Druckausgabe wurde sie für die Aufführung mit 2 Altflöten in G umgearbeitet. Dadurch ist sie auch für eine mehrfache Besetzung geeignet.

NB 1.016
Luigi Gianella

Two Favorite Airs
für 2 Querflöten
und Altquerflöte oder Oboe

herausgegeben von Peter Thalheimer

Luigi Gianella (vor 1778–1817) war Flötist an der Mailänder Scala und ein erfolgreicher Opernkomponist. Später war er Mitglied verschiedener Pariser Theaterorchester. Weil nach 1810 mehrere seiner Werke in London verlegt wurden, wird vermutet, dass er sich zeitweilig in England aufgehalten hat.

Die beiden „Favorite Airs“ entstanden um 1810 auf Anregung von Tebaldo Monzani (1762–1839), einem italienischen Flötisten, der als Flötenbauer und Verleger in London lebte. Ihnen liegen Melodien zugrunde, die damals als Volkslieder bekannt waren. Gianella komponierte die beiden Airs für Terzflöte in Es, Flöte in C und Bb Tenor Flute in As. Die Neuausgabe ist für 2 Flöten in C und Altflöte in G bestimmt. Als Ersatz für die Altflöte kommt eine Oboe in Betracht.

Die beiden Airs sind auf der CD „Von Piccolo bis Kontrabass – Die Familie der Querflöte“, NotaBene 2.004, auf Originalinstrumenten des 19. Jahrhunderts zu hören.

NB 1.015
Wolfgang Amadeus Mozart

Andante KV 616 (1791)
für 2 Querflöten, Altquerflöte
und Bassquerflöte oder Klarinette

bearbeitet von Peter Thalheimer

Von Wolfgang Amadeus Mozart sind drei Werke erhalten, die für mechanische Orgeln bestimmt sind. Sie entstanden in den beiden letzten Lebensjahren des Komponisten. Als drittes und kürzestes Stück vollendete Mozart das Andante für eine Walze in eine kleine Orgel in F-Dur KV 616 am 4. Mai 1791.

Eine Einrichtung des Andantes für Flötenensemble kommt dem Klang einer Orgel mit nur einem Register und dem Umfang f0–f3 sicher sehr nahe.

NB 1.013
Ludwig van Beethoven

Allegro – Scherzo – Allegro
für eine Spieluhr (1799)

für Querflöten-Ensemble
mit Kontrabass- oder Kontraaltflöte
oder Bassklarinette

bearbeitet von
Peter Thalheimer

Die drei Sätze entstanden wohl auf Bitten des „k.k. Kammerherrn Graf Deym“ für Walzen in mechanisch betriebenen kleinen Orgeln. Die vorliegende Fassung ist für eine Besetzung mit 3 Flöten, 3 Altflöten, 3 Bassflöten und 2 Kontrabass- bzw. Kontraaltflöten (oder/und Bassklarinette) gedacht. Als Ersatz für die Kontrabass- bzw. Kontraaltflöten und die Bassklarinette kommen notfalls auch andere Bassinstrumente wie Fagott oder Violoncello in Frage. Weil Beethovens Satz im Scherzo und im Allegro nicht so vielstimmig ist wie im Adagio assai, können die beiden schnellen Sätze auch in kleinerer Besetzung ohne Kontrabassflöte/Bassklarinette aufgeführt werden, z. B. mit 3 Flöten, 2–3 Altflöten und 2 Bassflöten.

NB 1.011
Johann Nepomuk David

Gottesminnelieder der Schwester Mechthild von Magdeburg (1927)
für Frauenstimme, Querflöte (Altquerflöte), Viola, Viola da gamba
oder Orgel

Davids Gottesminnelieder entstanden auf Anregung seines Schülers Franz Illenberger (1907–1987), der ihm 1927 ein Insel-Bändchen mit Texten von Mechthild von Magdeburg (1212–ca. 1294) schenkte. Im gleichen Jahr komponierte David sechs Lieder auf Texte von Mechthild von Magdeburg, vier davon hat er 1936 und 1942 umgearbeitet. Die komplette Urfassung liegt nun erstmals in einer Notenausgabe vor. Ihr dreistimmiger Instrumentalsatz kann – wie bei der Uraufführung – mit Flöte bzw. Altflöte, Viola und Viola da gamba besetzt oder auf der Orgel wiedergegeben werden. – Damit Davids Notation ohne Angabe der wechselnden Taktarten beibehalten werden konnte, liegen dieser Ausgabe für die Melodieinstrumente statt Einzelstimmen drei Spielpartituren bei.

NB 4.001
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